Die Abuela

Die Abuela

Inhalt:

Mit der Geburt ihres Enkels bekommt das Leben der Margarethe Rechtler einen Sprung. Es ist nicht nur der Name Maria-José, wie sollte sie den jemals erklären, treudeutsch wie sie seit Generationen waren, der sie irritiert und Fragen aufwirft, die ihr an traditionellen Werten orientiertes Leben in Frage stellen. Wie die Außenwelt um sie herum eine andere wird, so verändert sich gegen alle inneren Widerstände auch die Betrachtung und Beurteilung ihrer kleinen Welt.

ISBN: 978-1514301555


Stimmen zum Buch:

„Das ist ein mutmachendes Buch, zeigt es doch, dass man sich auch im hohen Alter noch weiterentwickeln und sogar tiefverwurzelte Werte in Frage stellen kann. Sofern – und das fand ich sehr interessant beschrieben – Impulse aus der Außenwelt auf ein emotionales Interesse (die Liebe zum Enkel) stoßen und der Mensch deshalb Mut entwickelt, die inneren Glaubenssätze Schritt für Schritt durch neue zu ersetzen. Der Großmutter (der Abuela) gelingt es, sich durch die Erschütterung ihrer Welt nicht aus der Bahn werfen zu lassen oder sich abzuschotten, sondern sich immer soweit zu öffnen, dass sie noch mit sich selbst zurechtkommt.
Die inneren Dialoge zeigen einfühlsam das Wechselspiel zwischen äußeren Impulsen und Innenwelt. Ein lesenswertes Buch!“

„Sigrid Kleinsorge gelingt mit ihrem Text eine wunderbar einfühlsame, keineswegs aber beschönigend romatisierende Reise hin zu einem Psychogramm, dessen Rahmen in der ein oder anderen Ausprägung fast jedem Leser geläufig sein dürfte. Es finden sich keine Schwarz/Weiß-Malereien, keine Generationenkonflikte um ihrer selbst willen, keine niveaulosen Schimpftiraden von Jung versus Alt. Der Leser leidet nicht selten mit Margarethe, wissend, wie nachhaltig das Herausgerissensein aus Sicherheiten ‚ und seien sie nur selbst zusammengezimmert ‚ Menschen aus ihrer Spur werfen kann. Um so freudiger erlebt er das Aneinander- und Zusammenwachsen über die Generationengrenzen hinweg mit, ohne klischeebehaftetes Happy-End-Gehabe.
Sowohl Sprachmelodie, wie Semantik und Wortwahl sind der Autorin meisterhaft gelungen. Die keineswegs überzeichneten Charaktere sind stimmig, glaubhaft, beinahe fotografisch und dennoch mit interpretativem Spielraum für den Lesenden entworfen. Eine durchaus anspruchsvollere Satzgestaltung, die ausgezeichnete Rechtschreibung und nicht zuletzt ein feines Gespür für Humor machen den Text zu einem Lesegenuss.“