Das achte Zimmer

Das achte Zimmer

Eine ehemalige Anwaltskanzlei wird zum Haus der Glückseligkeit, aber auch zur letzten Station von acht Menschen zwischen fünfundsiebzig und fünfundachtzig. Mit dem Eintritt in die Gemeinschaft leben sie unter anderem Namen weiter, Namen, mit denen sie etwas verbinden, das in ihrem Leben gefehlt hat. Eine von ihnen, Marilyn, stirbt. Als mögliche Nachfolgerin zieht Sarah für sieben Tage auf Probe in die Enge und Geborgenheit dieser Idylle. Tag für Tag erfährt sie mehr von den Träumen und von den Wunden, die das Leben jedem geschlagen hat. Da ist Margot, die Tänzerin, Sigmund, der Arzt, Humphrey, der Anwalt, Al, das Finanzgenie, Anne, die Analytikerin, Grace, die Klavierspielerin und Ernest, der Literaturprofessor, sieben Menschen, die täglich aufs Neue ihr Welttheater inszenieren, sich eine Bühne für das schaffen, das sie bisher nicht verwirklichen konnten. Und da ist Samantha, ein junger Mann aus Sri Lanka, der das Leben der Alten in seinen Händen hält. Wird Sarah sich entschließen können, dort ihr Leben als Marlene zu beenden?

ISBN: 978-1516940769


Rezension zu „Das achte Zimmer“ von Kuchers Blog

„Lebensentwürfe. Sigrid Kleinsorge überrascht. Nicht auf marktschreierisch penetrante Art. Es ist vielmehr ein feines, subtiles, stimmiges sich entfalten von Geschichten, von agierenden Personen. War schon ihr Buch „Die Abuela“ wunderbarer Lesestoff, so ist „Das achte Zimmer“ sprachlich nochmal eine Liga für sich. Wie ziselierte Miniaturen reiht die Autorin in stimmiger Erzähltechnik die kontroversen Charaktere auf der Zeitlinie des Textes auf. Allen Akteuren ist dabei der Grundtenor gemeinsam, den Versuch einer Selbstbestimmung bis zuletzt zu leben. „Endgültigkeit macht immer zu schaffen.“ (Pos. 964).“